Francke im Unterricht - Traditionspflege

Ihrer 300-jährigen Geschichte als Bildungseinrichtung innerhalb der Franckeschen Stiftungen folgend, verknüpft die Latina August Hermann Francke heute pädagogische Tradition mit modernem Lehren und Lernen.
Die Latina ist die älteste der Schulen in den Franckeschen Stiftungen. Ihr Ursprung reicht bis in das Jahr 1695 zurück, als August Hermann Francke in Glaucha die erste Armenschule einrichtete. Aus ihr ging 1697 die Lateinische Hauptschule hervor, die vor allem Kinder bürgerlicher Herkunft auf das Universitätsstudium vorbereitete, aber auch mittellosen begabten Jungen diesen Weg öffnete.
Der Lehrplan der Latina ist trotz äußerer Veränderungen in den Jahren ihres Bestehens von der Vermittlung altsprachlicher und humanistischer Bildung geprägt. Die Gebäude, in denen die Schule heute untergebracht ist, wurden 1906 und 1914 für die Lateinische Hauptschule bzw. die Oberrealschule gebaut.
Das Landesgymnasium Latina August Hermann Francke wurde als Nachfolgeeinrichtung der Erweiterten Oberschule 1991 in Trägerschaft des Kultusministeriums Sachsen-Anhalt gegründet.

Um den Ursprung und die Geschichte der Latina stärker in das Bewusstsein unserer Schüler zu rücken und damit eine stärkere Identifizierung der Schüler mit ihrer Schule und mit den Franckeschen Stiftungen (Rückbindung) sicherzustellen, wurde ein schulinternes Curriculum für einen Franckeunterricht entwickelt, in welchem jahrgangsweise Lernziele, Inhalte und Wege festgeschrieben werden, wie diese Inhalte im Fachunterricht verankert werden können.

Themenübersichten des Franckeunterrichts finden sie hier.

Wer war der Mann, dessen Name die Stiftungen tragen?

...Wer waren seine Schüler? Wie sah der Schulalltag zu Franckes Zeiten aus?
Diese und viele weitere Fragen stellen sich zu Beginn des neuen Schuljahres die 5. Klassen an ihrem "Francke-Tag".
Wir nutzen dabei Projektangebote des Kinderkreativzentrums Krokoseum der Franckeschen Stiftungen.

Bericht der Klasse 5/2
Am 22.8.2017 besuchte unsere Klasse das Krokoseum. Zu Beginn der zweiten Stunde gingen wir los. Als wir ankamen, zogen wir erst einmal unsere Schuhe und Jacken aus.
Der Krokoseumslehrer stieg mit uns dann auf kleine Erhöhungen. Er erzählte uns über das Leben von August-Hermann-Francke. Als dann alle Fragen geklärt waren, bastelten wir uns unsere eigenen kleinen Bücher. Diese konnten wir dann auch noch hübsch gestalten.
Danach stellten wir uns in einem Kreis auf. Der Lehrer bildete zwei Mannschaften und so aufgeteilt, spielten wir ein kleines Spiel.
Die Gewinner gingen zuerst hinaus, die andere Gruppe zunächst in die Wunderkammer. Danach wurde getauscht. Die erste Gruppe spazierte durch die Franckeschen Stiftungen und löste Aufgaben zu einzelnen Gebäuden. In der Wunderkammer wurden durch die zweite Gruppe Fragen zur Raumeinteilung oder zu bestimmten Themen beantwortet.
Als wir damit fertig waren, zeichneten wir bestimmte Gegenstände aus diesem Raum. Das Highlight war, als die Gruppen dann noch auf das Dach des Krokoseum steigen konnten und eine tolle Aussicht bestaunte.
Nach diesem schönen Erlebnis war unser Tag im Krokoseum dann auch leider schon zu Ende.
Der Besuch hat uns allen sehr gut gefallen.


Bericht der Klasse 5/1
Wir waren am Donnerstag, den 24.08.2017 im Krokoseum.
Als erstes sprachen wir über das Krokoseum und über den Menschen, der den Franckeschen Stiftungen seinen Namen gab: August Hermann Francke.
Dann bastelten wir tolle "Schatzbücher"!
Nach einer kleinen Pause wurde die Klasse in zwei Gruppen aufgeteilt, zuerst erkundete die eine Gruppe das Waisenhaus und die andere machte eine Rallye durch die Franckeschen Stiftungen; danach wurde getauscht.
Die Gruppe "Waisenhaus" entdeckte die Wunder der Wunderkammer, zum Beispiel das an der Decke hängende Präparat eines Krokodils, ein Kanu, verschiedene Vasen, ein Modell eines Schiffs. Damit lehrte Francke die Waisenkinder Dinge über die Natur und den Menschen. Nach dem Besuch in der Wunderkammer ging es auf den Dachboden. Da stand ein Modell unseres Sonnensystems wie wir es heute kennen (die Planeten drehten sich sogar um die "Sonne"). Vom Dachboden aus gelangten wir auf eine Plattform, von der man auf ganz Halle sehen konnte: Was für ein Ausblick! - die Latina, das Musikhaus, das Elisabeth-Krankenhaus... von oben.
Als "Rallyekinder" bekamen wir Aufgaben zum Beispiel "Finde das Haus mit dem blauen I" oder "Wo steht das Franckedenkmal?". Den Zweier- oder Dreier-Teams bewältigen die Aufgaben alle korrekt.
Was für ein Tag im Krokoseum!

           
           
           

Darüberhinaus nehmen alle 5. Klassen im Rahmen der Projekttage am Ende des Schuljahres am Franckeprojekt teil.
Die Idee dieses Projektes besteht darin, die Kinder auf spielerische Weise in Form eines Wettbewerbes anzuspornen,
etwas über die Franckeschen Stiftungen und deren Gründer zu lernen.

     
     


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