AbiBac Geschichte Klasse 8/2


Bilingualer Unterricht im Fach Geschichte in Klasse 8

An unserer Schule, der Latina August Hermann Francke, bekommen wir als Schüler ein besonderes Angebot und vor allem eine besondere Herausforderung. Mit unserer gewählten Zweitsprache Französisch in der fünften Klasse traten wir eine lange Reise an.
Wir lernten die Zahlen, das Alphabet und uns ordentlich auszudrücken, natürlich lernten wir auch französisch zu schreiben. Das alles sind grundlegende Dinge, die uns in den nächsten französischen Jahren weiterhelfen sollten.
Als wir jedoch im 8. Schuljahr anfingen in Geschichte und Geografie nicht nur Deutsch, sondern auch Französisch zu reden, merkten wir schnell, dass der gelernte Stoff noch nicht genug war. Diese Erkenntnis brachte uns große Angst und einen Haufen Arbeit. Im Anschluss lernten wir immer und immer mehr Vokabeln und Ausdrucksweisen. Dahinter steckte viel Arbeit, Unterstützung und Ausdauer unserer Lehrer und Eltern.
Nach dieser langen Arbeit brachte der Unterricht immer mehr Spaß mit sich und unsere Motivation steigt immer weiter. Im Endeffekt kann man nur sagen, dass es sich in jedem Punkt lohnt, Unterricht auf Französisch zu haben. Auch wenn man am Anfang Angst hat, merkt man am Ende, wie viel man durch diese Methode lernt. Durch den bilingualen Unterricht wird also nicht nur das Fach und die Sprache vermittelt, sondern auch die Sicherheit bei Aussprache und Formulierung gestärkt. So ist man auch auf den französischen Alltag in der Realität bestens vorbereitet.
Helene Schmalfeld 8/2
In der 5. Klasse hatten wir als Zweitsprache Französisch gewählt und uns somit für ein bilinguales Unterrichtsfach entschieden. Uns erschien es damals sehr spannend unsere Sprachkenntnisse und die Weltgeschichte miteinander zu verbinden.
Zuerst begannen wir die Französische Sprache kennenzulernen. Wir lernten das A, B, C, übten die Aussprache, lernten Vokabeln und lasen kleine Texte. In kleinen Dialogen versuchten wir frei zu sprechen.
In der 7. Klasse folgten im Unterrichtsfach Geschichte die ersten französischen Sequenzen. Nun konnten wir schon einige Fachbegriffe auf Französisch sagen und kleine geschichtliche Texte übersetzen. Wir waren gut auf die 8. Klasse vorbereitet. Dachten wirů
Unsere neue Geschichtslehrerin hatte sehr hohe Ansprüche an uns. Wenn Frau Carcenac sprach, konnten wir kaum etwas verstehen. Auf einmal sollten wir in französischer Sprache geschichtliche Zusammenhänge begreifen, Bilder beschreiben und Vorträge halten können. Schnell merkten wir, dass unsere Sprachkenntnisse dafür nicht ausreichten. Verzweifelt machten wir uns an die Arbeit und kämpften uns durch gefühlte einhundert Bildbeschreibungen, unzählige Texte und lernten viele, viele Vokabeln. Unsere Lehrerin unterstütze uns in ihrer ruhigen, doch strengen Art und nach einiger Zeit bemerkten wir, dass uns die Aufgaben gar nicht mehr so schwer fielen, wir verstanden wovon unsere Lehrerin sprach und wir konnten uns immer besser in Französisch ausdrücken, ohne dabei den Schwerpunkt Geschichte zu vergessen. Am Anfang des Schuljahres hätte niemand gedacht, dass es so viel Spaß machen würde, Geschichte in Französischer Sprache zu lernen. Nun sind wir gewappnet für die nächste Herausforderung. AbiBac du kannst in ein paar Jahren kommen.
Valentina Wiesener 8/2

"La Révolution française"

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Bilinguale Sequenz im Fach Geschichte - Klappe, die zweite
Ende August 2011 begannen wir, die Klasse 8/2, mit unserer zweiten bilingualen Sequenz im Fach Geschichte. Frau Carcenac, unsere Geschichtslehrerin, begleitete uns wieder durch die manchmal knifflige Welt der französischen Sprache. Dieses Mal hieß es aber nicht "L'absolutisme en France", sondern "La Révolution française".
Während wir noch etwas verschlafen unsere Geschichtssachen auspackten, bereitete Frau Carcenac schon ganz emsig den Unterricht vor. Nach einem überraschenden "Bonjour" von unserer Geschichtslehrerin, wurden wir sogleich in die Zeit des "Ancien Régime" entführt. Unsere erste Herausforderung bestand aus einer Bildbeschreibung in französischer Sprache. Da viele im Eifer des Gefechts oft vergaßen, dass es nicht für umsonst bilinguale Sequenz hieß, hörten wir oft ein: "En française, s'il te plaît!" Nach anfänglicher Zurückhaltung und Unsicherheit wurden wir aber immer mutiger und sicherer. Besonders bei Bildbeschreibungen verbesserten wir uns deutlich.
Dies war auch nötig, da wir zum Abschluss unserer bilingualen Sequenz noch eine Klassenarbeit bewältigen mussten. Zwar schrieben wir die Klausur auf Deutsch, jedoch hatten einige ein mulmiges Gefühl. Trotz unserer Bedenken konnten die meisten mit ihrem Ergebnis zufrieden sein und die Sequenz wurde insgesamt als interessant und lehrreich empfunden.
An dieser Stelle wollen wir Frau Carcenac noch einmal recht herzlich für ihr großes Engagement danken, da sie sehr viel Geduld und Zeit in das Thema gesteckt und uns immer wieder ermutigt hat, Französisch zu sprechen.
Megan Bökelmann und Antonia Otto (8/2)



Unsere Klassenfahrt nach Berlin - un voyage à Berlin

Montag, 10. Oktober 2011
Um 08:00 Uhr trafen wir, die Klasse 8/2 und Frau Ludwig, uns alle am Hauptbahnhof in Halle, von wo aus unsere Reise in die deutsche Hauptstadt beginnen sollte. Einige fröhlich im Zug und in Dessau verbrachte Stunden später standen wir in Berlin, wo wir gar nicht viel Zeit hatten, da unsere 'Bildungsreise' gleich im dortigen Zoo begann. Nun hatten wir Gelegenheit, die wundervollen Tiere zu beobachten. Frau Carcenac spielte sogar ein paar Spiele mit uns, um unseren Teamgeist zu stärken. Diese sorgten für Auflockerung und Freude. Während wir durch den Zoo gingen, musste jeder - natürlich gut vorbereitet - auf Französisch ein Tier beschreiben. Danach bekamen wir wieder Zeit, um die anderen Zoobewohner, die wir davor noch nicht entdeckt hatten, zu bewundern. Nachdem wir unser Wissen über die verschiedensten Tierarten erweitert haben, sind wir mit Bus und Bahn in die Jugendherberge gefahren. Mit hungrigem Magen stürzten sich die ersten von uns auf das Abendessen. Den ersten Abend ließen wir gemeinsam im französischen Kino ausklingen.












Dienstag, 11. Oktober 2011
Heute stand für alle erst mal ein kräftiges Frühstück auf der Tagesordnung. Immerhin brauchten wir Energie und Elan, um das Technikmuseum zu begutachten. Dort angekommen, durften wir uns frei bewegen und uns das anschauen, was uns gefiel. Von Flugzeugen über alte Lokomotiven bis hin zu den Anfängen der Elektronik war alles vorhanden. Danach erwartete uns ein köstliches Mittagessen. Egal ob Döner, Currywurst oder Pizza, es gab alles in den verschiedensten Variationen. Nachdem zwei Mitschüler jedoch unpünktlich zum vereinbarten Treffpunkt erschienen sind, waren sie für die Rückfahrt zum Technikmuseum verantwortlich. Mit gefüllten Bäuchen führten uns die beiden ins Spektrum, wo wir viele interessante Experimente durchführten und uns durch optische Täuschung beeindrucken ließen. Danach kehrten wir zurück in unsere Unterkunft, aßen Abendbrot und machten uns dann auf den Weg ins Bowlingcenter. Gegen 22 Uhr fielen dann alle mit schweren Armen ins Bett.

Am Mittwoch, dem 12. Oktober 2011,
sind wir zum Alexanderplatz gefahren. Die Lehrer gaben uns Zeit, um uns etwas zu essen zu kaufen. Wir strömten in die verschiedensten Richtungen aus, am Berliner Fernsehturm vorbei zu McDonalds, Dunkin' Donuts oder Starbucks. Andere holten sich einen "Bubble Tea", eine Currywurst oder einfach nur etwas zu trinken. Aber die Zeit drängte und sobald alle wieder da waren, fuhren wir mit der S-Bahn zum Brandenburger Tor. In einer riesigen Zuschauertraube schauten wir hier einer Gruppe zu, die Hip-Hop auf der Straße tanzte. Aber dann mussten wir schon weiter. Am Deutschen Historischen Museum angekommen, lernten wir die Frau kennen, die uns, auf Französisch(!), durch das Museum mit den vielen Gesichtern führen sollte. Wir begegneten Königen, Fürsten und anderen bedeutenden Personen der deutschen Geschichte. Am Anfang dachten wir, dass wir überhaupt nichts verstehen würden, doch das änderte sich nach einer Weile, da wir uns viel aus dem Kontext erschließen konnten. Nach dieser informationsreichen Führung sind wir wieder zurück in die Jugendherberge gefahren, um unsere Sachen für das Schwimmbad zu packen und zuvor noch eine kleine Mahlzeit zu uns zu nehmen. Als es dann losging, waren alle ganz aufgeregt und freuten sich auf einen nassen Abend. Neben dem Salzwasserbecken und den Rutschen, konnten wir uns in die Wellen stürzen. Letztendlich ein schönes Erlebnis und ein gelungener Abend.

Donnerstag, 13. Oktober 2011
Heute stand uns ein langer Tag bevor, denn es hieß, drei Museen anzuschauen. Noch total müde bestaunten wir im Naturkundemuseum Skelette von den ausgestorbenen Dinosauriern, die verschiedensten Vogelarten, diamantenähnliche Steine und eingelegte Fische in der Frostkammer. Nach ungefähr zwei Stunden Besichtigung machten wir uns zur nächsten Attraktion, der "East-Side-Gallery", auf. Ein Franzose erklärte uns die selbst gemalten Kunstwerke und erzählte, was sie darstellen sollten. Wir bewunderten und fotografierten viele Malereien, doch da es sehr kalt war, beschlossen wir, nicht die ganze Mauer anzuschauen. Um den Tag schön ausklingen zu lassen, machten wir eine französische Abendführung im Pergamonmuseum. Zahlreiche Götter schauten auf unsere Gruppe herab, als wir in der großen Eingangshalle mit der prunkvollen Treppe standen und uns die kunstvoll verzierten Decken, Wände und Böden anschauten. Unser 'Führer' sprach sehr gut und deutlich Französisch, was alle beeindruckte. Durch die anschaulichen Erklärungen der vielen Skulpturen an der Wand lernten wir mehr über die griechische Kunst und Geschichte. Für die meisten war dieses Museum das interessanteste des Tages.











Freitag, der 14. Oktober 2011,
war der letzte Tag unserer Klassenfahrt. Jeder räumte die Zimmer auf und freute sich ein bisschen, dass er nach Hause durfte, doch wir waren auch traurig, nach vier kurzen Tagen Berlin verlassen zu müssen. Wenig später machten wir uns auf den Weg zum Ku'damm, wo wir unser letztes Geld aus dem Fenster rausschmeißen konnten. Nach kurzer Zeit ging es dann zum Bahnhof Zoo, wo wir unsere Koffer wieder zurückbekamen. Einige verließen uns schon dort, weil sie ihre Ferien noch weiter in der Hauptstadt bei Verwandten verbrachten. Die anderen fuhren mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof und warteten auf den Zug Richtung Heimat.

Abschließend können wir nur behaupten, dass dies eine gelungene französische und zusammenschweißende Klassenfahrt war, die wir nur weiterempfehlen können.
Ein Bericht von Elise Hachenberger und Nikol Kövesi (8/2)

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