"Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage"

Der Schülerrat wird im Schuljahr 2017/18 ein zweitägiges Projekt zum Thema in Jahrgang 8 initiieren.
Planungsidee: Am Tag eins sollen sich die Schülerinnen und Schüler mit Rassismus und Courage im Alltag auseinandersetzen. Eine "Expertenrunde" wird mit einer Podiumsdisskusion in das Thema einführen, anschließend werden die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen und ihre Meinung austauschen. Am nächsten Tag soll das Gelernte in Spielen oder Präsentationen verarbeitet werden, die dann den neuen 5. Klassen zu Beginn des neuen Schuljahres präsentiert werden. Damit soll den neuen Schülerinnen und Schülern erklärt werden, was der Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" bedeutet.

Geschenke für Flüchtlingskinder

Am Freitag, den 03.06.2016 wurden die Geschenke übergeben und es war für alle Anwesenden ein unvergessliches Erlebnis. Wir haben es alle zusammen geschafft, in ganz viele kleine Gesichter ein Lächeln zu zaubern.
Vielen lieben Dank an alle Schüler und Lehrer, die sich an der Kartonaktion beteiligt haben. Vielen Dank auch an Herrn Kirzeder, der uns als betreuender SoR-SmC-Lehrer begleitet hat und an Herrn Hoge, das er der Übergabe beigewohnt hat. Vor allem aber ein großes Dankeschön an Herrn Rast, der sich als spontaner Karton-Fahrer bereit erklärt hat. Das hat uns sehr geholfen.

Titelverleihung am 2.12.2014

Wo das Schild hinkommt, steht noch nicht fest. Was darauf stehen wird, schon: "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". Um diesen Titel haben sich die Schüler der Latina "August Hermann Francke" in Halle beworben - zusammen mit ihren Lehrern und den anderen Erwachsenen, die dafür sorgen, dass ihre Schule funktioniert.
Weil sie wollen, dass sie dies künftig noch besser tut. "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" ist eine Initiative, die - wie in mehreren europäischen Ländern zuvor - seit fast zwanzig Jahren auch in Deutschland buchstäblich Schule macht.
Um den Titel verliehen zu bekommen, müssen mindestens 70 Prozent all derer, die an einer Schule lernen und arbeiten, auf einer Liste unterschreiben. Beziehungsweise auf mehreren - bei knapp 800 Schülern und mehr als 100 Lehrern wie im Falle der Latina reicht eine natürlich nicht aus. Deutlich mehr als die geforderten 70 Prozent haben mit ihrer Unterschrift erklärt, sich an ihrem Gymnasium in den Franckeschen Stiftungen gegen Gewalt und Diskriminierung einzusetzen.
Als diskriminierend gelten dabei keineswegs nur rassistische Handlungen oder Äußerungen. "Körperliche Gewalt oder Prügeleien sind an einer Schule wie unserer nicht das Problem", erklärt Franz vom Schülersprecherteam. "Sondern eher verbales, unterschwelliges Mobbing." Dabei spiele wohl auch Neid eine Rolle, schätzt der Elftklässler. "Schule ist auch eine Ellenbogengesellschaft", ergänzt seine Teamkollegin Lucia. "Man will eben besser sein als der Rest." Das ist zunächst nicht verwerflich. Schlimm wird es, wenn dies zum Nachteil und auf Kosten anderer geschieht.
Wie aber geht man couragiert gegen Verhaltensweisen vor, die Einzelnen den Schulalltag verderben oder gar zur Hölle machen können? Zumal "Schule" nicht nur Unterricht ist: Arbeitsgemeinschaften, Pausen, Heimwege, Projekttage und Klassenfahrten gehören dazu. "Wir haben Vertrauenslehrer, an die wir uns wenden können", erläutern Lucia und Franz. "Und eine Streitschlichtergruppe soll aufgebaut werden."
Ziel sei in jedem Fall die offene Auseinandersetzung und das gemeinsame Überlegen, wie künftig miteinander auszukommen sei. Außerdem werden alle - das ist Teil der Verpflichtung - jedes Jahr an einem Schulprojekt zum Thema Diskriminierung mitarbeiten.
Wer den beiden engagierten Jugendlichen zuhört, kann gut verstehen, warum ihre Mitschüler sie zu ihren Interessenvertretern gewählt haben.
Im Moment haben sie jede Menge zu tun: Zusammen mit den anderen Mitgliedern des Schülerrates bereiten sie die Feierstunde am 2. Dezember vor. Dann nämlich wird der Latina offiziell der Titel verliehen. Der Leiter der Franckeschen Stiftungen, Dr. Thomas Müller-Bahlke, wird dabei sein. Er "fand das echt gut", als die Schüler ihn gefragt haben - und hat für das Projekt gern die Patenschaft übernommen. Auch von der Landeskoordination aus Magdeburg werden Gäste anreisen und vom Friedenskreis, der das Projekt in Halle betreut.
Erfreulicherweise nämlich hängt das schwarzweiße Schild mit der Aufschrift "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" bereits in mehreren Schulen der Stadt. Auch in der Latina wird sich ein Platz dafür finden. Wie überall, wo für Rassismus und Gewalt keiner ist.