Projekt Lebenswelt 2011/2012


Abschlussbericht zum Projekt Lebenswelt im Schuljahr 2011/2012

Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau
Öffentlichkeitsarbeit
- Pressedienst -
21. Juli 2012

Abschluss des Projektes "Schüler mit Herz" in Martha-Maria

Neun Monate lang haben sich 9 Schülerinnen und Schüler des Landesgymnasiums August Hermann Francke als "Schüler mit Herz" im Krankenhaus Martha-Maria engagiert.
Dabei lernten die Jugendlichen den Alltag auf der Neurologie unter Betreuung der Stationsleitung Andrea Heims und der Praxisanleiterin Stefanie Heiden kennen, erlebten die unterschiedlichen Krankheitsbilder und unter welchen Einschränkungen die Patientinnen und Patienten oft leben müssen, aber auch, wie bewundernswert manche Betroffenen mit ihrer Krankheit umgehen. An vier Tagen die Woche nach dem Unterricht leisteten die Schülerinnen und Schüler in den orangefarbenen "Schüler-mit-Herz-T-Shirts" ihnen Gesellschaft, lasen vor oder fuhren sie im Rollstuhl durch den Park. "Nicht alle Patienten wollten das, aber das war auch ok für mich" meinte Schülerin Laura Zarnekow, "aber die Meisten waren sehr dankbar und sind traurig, wenn das Projekt nun ausläuft".
"Sie haben etwas gelernt, was man nicht auf der Schulbank lernen kann: sich selbst erfahren im sozialen diakonischen Engagement" meinte Geschäftsführer Walther Seiler "und das macht sich auch im Lebenslauf und bei Bewerbungen gut" fügte er hinzu, als es an die Verteilung der Teilnahmebescheinigungen und Urkunden ging. Pflegedienstleiterin Barbara Ide und Herr Kirzeder, der das Projekt in der Latina betreut, überreichten den Jugendlichen neben den Urkunden einen Blumenstrauß und bedankten sich mit einer Kinogutschein-Rolle bei den Schülerinnen und Schülern für ihr Engagement. Nächstes Jahr soll es eine Neuauflage für die 9. und 10. Klassen der Latina geben und wer weiß - vielleicht motiviert das Beispiel der Latina auch andere Schulen zum Mitmachen!


Erster Zwischenbericht zum Projekt Lebenswelt im Schuljahr 2011/2012

Der Andrang im Projekt Lebenswelt war in diesem Schuljahr riesig. Es standen dreißig Namen auf der ersten Liste. Begründet ist dieses Interesse wohl auch durch das lukrative Angebot des Krankenhauses Martha-Maria (www.martha-maria.de/krankenhaus-halle.php), vertreten durch den Geschäftsführer Herrn Seiler. Dieser unterbreitete den Vorschlag unsere interessierten Schüler als grüne Engel (www.ekh-deutschland.de) im Krankenhaus Martha-Maria einzusetzen und verband dies mit einigen Zuckerstückchen (Essengutscheine, T-Shirts, Taxi-Dienst). An dieser Stelle noch einmal vielen Dank für dieses außerordentliche Engagement.

Als die Arbeit konkret wurde und sich mit Terminen verband, sank auch dieses Jahr die Zahl der Interessierten.
Geblieben sind immerhin 16!

  • Abgabe Selbstvorstellung, Lebenslauf, Anschreiben elektronisch am 17.10.2011
  • nächste Zusammenkunft: 24.10.2011, 15.30 Uhr R2305

Innerhalb der Zusammenkunft am 24. Oktober klärten sich dann die völlig unterschiedlichen Motive, Wünsche und Ängste der Schülerinnen und Schüler, aber auch die Bedeutung ihres Ehrenamtes für die Gesellschaft.

Wünsche für mein Ehrenamt
  • Ich möchte Patienten den Krankenhausaufenthalt so angenehm wie möglich machen.
  • Ich möchte das Gefühl bekommen, gebraucht zu werden.
  • Ich möchte einen Einblick in den Stationsalltag und den Krankenhausalltag erhalten.
  • Ich möchte mehr Umgang mit anderen Menschen.
  • Ich möchte anderen Menschen helfen.
  • Ich möchte etwas bewegen.
  • Ich möchte etwas lernen, was mir später weiterhilft.
  • Ich möchte Erfahrungen machen und meine soziale Kompetenzen steigern.
  • Ich möchte Menschen in schlechten Zeiten ihres Lebens etwas Schönes ermöglichen.
  • Ich möchte Informationen über die Einrichtungen.
  • Ich möchte meine Entscheidungsfindung über den späteren Beruf erleichtern.
  • Ich möchte Essengutscheine, T-Shirts, Taxi-Dienst in Anspruch nehmen.
  • Ich möchte bessere Voraussetzungen bei der Studienplatzsuche haben.
  • Ich möchte andere Menschen glücklich machen.
  • Ich möchte Pluspunkte für die Zukunft.
  Was sollte mir im Ehrenamt nicht passieren
  • Ich kann keine OP o.ä. beobachten.
  • Patienten gehen nicht auf meine Vorschläge ein.
  • Ich werde nicht akzeptiert.
  • Ich mache andere Menschen traurig oder langweile sie.
  • Ich befürchte die totale Zerstörung meines Weltbildes durch neue Einflüsse. (Kann aber auch positiv sein.)
  • Sinnloses Absitzen von Zeit
  • Die zu Betreuenden sterben oder haben Anfälle.
  • Ich fühle mich nicht wohl oder arbeite dort nur als Pfleger.
  • Man hat Leute gern und die werden dann entlassen.
  • Fehlentscheidungen oder falsches Verhalten

Bedeutung des Ehrenamtes für das Allgemeinwesen

 Wohl der Allgemeinheit

 Gegenseitiger Respekt zwischen Menschen

 Der Staat fördert soziales Engagement: freiwilliges Lernen

 Ehrenamt fördert Gemeinschaft

 Deutschland wird sozialer

 Vorbildfunktion für Andere

 Soziales Engagement für Benachteiligte

 Unterstützung des sozialen Systems .


EINIGE TEILNEHMER AM PROJEKT LEBENSWELT (vlnr)
Elisa Teuscher, Mareike Specht, Josephine Debus, Anh Pui Ahank Duy, Cosima Fiedler, Yvonne Lasars, Laura Zarnekow, Selina Patsch, Laura Schmidt, Konrad Wiemann, Elisabeth Dubberke

Die diesjährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer und ihre Einrichtungen:

Name

Einrichtung

Name

Einrichtung

Specht, Mareike 11/1

Krankenhaus Martha - Maria

Lasars, Yvonne 10/2

Krankenhaus Martha - Maria

Schmidt, Laura 10/2

Krankenhaus Martha - Maria

Zarnekow, Laura 10/2

Krankenhaus Martha - Maria

Dubberke, Theresa 9/1

Krankenhaus Martha - Maria

Patsch, Selina 9/1

Krankenhaus Martha - Maria

Wiemann, Konrad 9/1

Krankenhaus Martha - Maria

Hartung, Anna-Lena 9/3

Krankenhaus Martha - Maria

Losfeld, Hanna 10/3

Kindergarten AHF

Witt, Saskia 10/3

Kindergarten AHF

Pui Ahank Duy, Anh 10/2

Krokosseum

Debus, Josephine 11/1

Krokosseum

Kurth, Henriette 11/2

Krokosseum

Teuscher, Elisa 11/1

Lebenshilfe e.V. Halle

Fiedler, Cosima 10/2

evtl. Elisabeth Krankenhaus

Jäger, Paula 11/1

evtl. Francke Schule



Schwierigkeiten und Probleme

Wie jedes Jahr gab es auch dieses Jahr wieder Besonderheiten. Dabei gelten später hinzukommende oder wechselnde Schüler eher als Normalität.
Bemerkenswert war ein gescheitertes Projekt auf Grund fehlender paralleler Zeitschienen zwischen Institution und Schülerin und die seit 1.05.2010 vom Gesetzgeber erlassene Notwendigkeit eines erweiterten Führungszeugnisses für die ehrenamtliche Arbeit mit Minderjährigen, in unserem Fall im Francke Kindergarten.
(Ein solches "erweitertes Führungszeugnis" ist nach 30a Abs. 1 BZRG einer Person nur zu erteilen, wenn dies in gesetzlichen Bestimmungen unter Bezugnahme auf 30a BZRG vorgesehen ist oder wenn das Führungszeugnis für die Prüfung der persönlichen Eignung nach 72a des 8. Buchs Sozialgesetzbuch, eine sonstige berufliche oder ehrenamtliche Beaufsichtigung, Betreuung, Erziehung oder Ausbildung Minderjähriger oder eine Tätigkeit benötigt wird, die in vergleichbarer Weise geeignet ist, Kontakt zu Minderjährigen aufzunehmen. www.bundesjustizamt.de/DE/Themen/Buergerdienste/BZR/ErwFZ/ErwFZ__node.html?__nnn=true)

Dennoch freuen sich Frau Greither und Herr Kirzeder als begleitende Lehrer schon auf den Begleitworkshop im März, um von den vielfältigen Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler zu hören.


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