Projekt Lebenswelt 2009/2010


Abschlussbericht zum Projekt Lebenswelt für das Schuljahr 2009/2010

Am 10. Juni 2010 fand im Projekt Lebenswelt die Abschlussveranstaltung statt. Dieses Jahr trafen wir uns im Garten des Projektleiters.

Die Abschlussveranstaltung begann mit einer Auswertung der Erfahrungen im Projekt. Dazu bot sich eine Überprüfung der Erwartungen der Schülerinnen und Schüler an. Was davon war eingetroffen und was nicht?
Hier die Ergebnisse: fett und unterstrichen bedeutet, dass dies zutreffend ist.

Erwartungen der Schülerinnen und Schüler an ihre Mitarbeit im Projekt Lebenswelt

Was ich mir wünsche:
  • Freizeit der alten Menschen verschönern
  • möchte von den alten Leuten angenommen, akzeptiert werden
  • aus Erfahrungen der alten Menschen lernen
  • meinen sozialen Standpunkt genauer erkennen
  • neue Lebensweisen/Denkweisen kennenlernen
  • Freude bei der Arbeit mit Kindern
  • neue Kontakte
  • Lebensfreude entdecken
  • Neue Welt kenenlernen
  • selbstverständliche Integration in den Arbeitsalltag
  • lernen wie Kinder denken
Was darf oder was sollte mir nicht geschehen:
  • fehlende Akzeptanz der ErzieherInnen
  • die Kinder mögen mich nicht oder ich bringe sie zum Weinen
  • Langeweile
  • Schuld an einem Unfall haben oder einen sehr schlimmen Fehler begehen
  • Außenseiter sein
  • Tod einer vertrauten Person

Es zeigt sich, dass ein Großteil der Wünsche durchaus eingetroffen ist. Dies wurde von den Schülern auch sehr erfreut reflektiert. Alle waren der Meinung viel dazu gelernt und eine Menge neuer und angenehmer Erinnerungen an sinnvolle Tätigkeit zu haben.
Es kann natürlich bei der Arbeit mit Senioren geschehen, dass plötzlich die Lebenszeit eines alten Menschen beendet ist und er stirbt. Diese schwierige Erfahrung mussten einige Schülerinnen verarbeiten. Die Erinnerungen daran zeigen sich im gestalteten Abschlussplakat.

Dennoch zeigen die Kurven zwar deutlich diese Belastung, aber sie zeigen auch die weitere positive Stimmung im Projekt. Bestärkt wird dies sogar durch die am Ende sinkende Kurve. Die Stimmung sinkt, weil das Projekt sich dem Ende zu neigt.

Nachdem die Erfahrungen ausgetauscht worden waren, gab es im formalen Teil die Zertifikate sowie den Ausweis für ehrenamtliche Tätigkeit in der Stadt Halle (Saale) und mit einem kleinen Grillfest klang der Abend aus.

Martin Kirzeder
Projektleiter




Erfahrungen im Projekt Lebenswelt im Schuljahr 2009/2010

Unser Begleitworkshop fand dieses Jahr durch die Aufteilung der Schule an zwei Standorten zu verschiedenen Terminen statt. Am 09. Februar 2010 und am 09. März 2010 haben wir uns über die Erfahrungen und Gefühle während dieses Projektes ausgetauscht.

Dazu haben Sarah Nawratil, Cleo Corona Dinnebier, Pauline Hässler und Clara Fiedler Wohlfühlkurven angefertigt. Im folgenden möchte ich einen kleinen Überblick über die "Wohlfühlkurven" und Tätigkeiten der Schülerinnen und Schüler in den Einrichtungen geben.

Bis Ende April erfolgten dann die Einrichtungsbesuche und die Gespräche mit den Betreuern.

Seiler, Christian
Kindertagesstätte "Weinbergweg" Halle Wolfgang Langenbeck-Str.7, 06120 Halle

Christian unterstützt die Betreuerinnen in vielen Bereichen. Er beschäftigt die Kinder mit sinnvollen Spielen, er ist ständiger Ansprechpartner, hilft bei der Essenaufsicht und vieles mehr. Er erhält für seine Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit viel Lob und Anerkennung. Kein Wunder das die Kurve Dauerfreude ausdrückt.

Nawratil, Sarah / Fiedler, Clara
Interkulturelle Kindertagesstätte "Kinderwelt", Ernst Kromeyer Str 26, 06112 Halle

Sarah und Clara sind die ungekrönten Bastelköniginnen am Freitagnachmittag. Es fließen Tränen bei jenen Kindern, die keinen Platz in ihrem Bastelstudio abbekommen haben oder- noch schlimmer- die früher abgeholt werden. Manche Mutter bleibt noch ein Weilchen, um dabei zu sein und sich eine Idee von den Beiden abzuschauen. Sarah und Clara erhalten von den Erzieherinnen viel Anerkennung und Wertschätzung ihrer Arbeit. Doch der Erfolg fällt nicht vom Himmel. Sie überlegen sich genau, was gebastelt und wie es umgesetzt werden kann. Dabei wünschen sie sich manchmal noch bessere Ideen und Möglichkeiten diese umzusetzen. Die Kurve zeigt jedoch das mit der Zeit das Selbstvertrauen wächst.

Dinnebier, Cleo Corona / Hässler, Pauline
Altenpflegeheim Paul-Riebeck- Stiftung Halle, "Haus der Generationen", Franckeplatz 1/Haus 20 / 06110 Halle

Cleo und Pauline sind die Lieblinge der Senioren. Beide lassen sich gerne Geschichten erzählen und lauschen den Gesprächen der Älteren. An die Eigenheiten der Senioren mussten sich beide erst gewöhnen. Dies zeigt die Kurve deutlich an. Zudem kommt, dass sie sich manchmal ein bisschen rat- und einfallslos fühlen. Es geht eben nicht mehr alles mit den Senioren. Einiges wird nicht mehr wahrgenommen, anderes nicht gewollt und manchmal wird auch etwas missverstanden. Dennoch erhalten die beiden Bestnoten für Engagement, Hilfsbereitschaft und Zuverlässigkeit. Sie übernehmen wichtige Aufgaben für den sozialen Kontakt der älteren Menschen.

Martin Kirzeder


Erster Zwischenbericht für das Projekt "Lebenswelt" im Schuljahr 2009 / 2010

Seit Ende August 2009 trifft sich die AG "Projekt Lebenswelt" regelmäßig jeden Donnerstag von 15.30 bis 16.15 Uhr im Raum 2 305 zur Vorbereitung auf die ehrenamtliche, wöchentlich zweistündige Tätigkeit.

In dieser Vorbereitungszeit haben wir schon einiges geleistet.
  • Erarbeitung der Regeln und Modalitäten im Projekt
  • Erwartungen und Befürchtungen klären
  • die verschiedenen Einrichtungen sichten und auswählen
  • Entwicklung eigener Anschreiben an die Einrichtungen
  • Besuch in der Kindertagesstätte "August Hermann Francke" mit Gespräch über Einsatz- und Lernmöglichkeiten

Seit Anfang Oktober stehen nun für die teilnehmenden SchülerInnen die Einrichtungen fest. Jetzt erfolgt die Kontaktaufnahme mit der Absprache von Terminen und Einsatzmöglichkeiten. Hier sind alle SchülerInnen auf sich gestellt und können sich ihren Zeitrahmen selbst gestalten.
Für die AG sind besonders die Arbeitsaufgaben und die Beschreibungen der Einsatzmöglichkeiten wichtig. Aus diesen Erkenntnissen sollen Fragen für die tiefere Durchdringung dieses Arbeitsfeldes entwickelt werden. Diese Fragen sollen wiederum in den entsprechenden Fachunterricht eingebracht werden. Auf diese Weise soll eine noch stärkere Verknüpfung von "Lebenswelt" und "Schulwelt" erreicht werden.

Die diesjährigen Teilnehmer und ihre Einrichtungen:

Name

Einrichtung

Seiler, Christian

Kindertagesstätte "Weinbergweg" Halle, Wolfgang Langenbeck-Str.7, 06120 Halle

Nawratil, Sarah

Interkulturelle Kindertagesstätte "Kinderwelt", Ernst Kromeyer Str 26, 06112 Halle

Fiedler, Clara

Interkulturelle Kindertagesstätte "Kinderwelt", Ernst Kromeyer Str 26, 06112 Halle

Dinnebier, Cleo Corona

Altenpflegeheim Paul-Riebeck- Stiftung Halle, "Haus der Generationen", Franckeplatz 1/Hs. 20, 06110 Halle

Hässler, Pauline

Altenpflegeheim Paul-Riebeck- Stiftung Halle, "Haus der Generationen", Franckeplatz 1/Hs. 20, 06110 Halle

Wießner, Sarah

Bahnhofsmission Bahnhofsplatz 1, 06112 Halle

Herfurth, Peggy

Bahnhofsmission Bahnhofsplatz 1, 06112 Halle


Erwartungen der Schülerinnen und Schüler an ihre Mitarbeit im Projekt Lebenswelt

Was ich mir wünsche:
  • Freizeit der alten Menschen verschönern
  • möchte von den alten Leuten angenommen, akzeptiert werden
  • aus Erfahrungen der alten Menschen lernen
  • meinen sozialen Standpunkt genauer erkennen
  • neue Lebensweisen/Denkweisen kennenlernen
  • Freude bei der Arbeit mit Kindern
  • neue Kontakte
  • Lebensfreude entdecken
  • Neue Welt kenenlernen
  • selbstverständliche Integration in den Arbeitsalltag
  • lernen wie Kinder denken
Was darf oder was sollte mir nicht geschehen:
  • fehlende Akzeptanz der ErzieherInnen
  • die Kinder mögen mich nicht oder ich bringe sie zum Weinen
  • Langeweile
  • Schuld an einem Unfall haben oder einen sehr schlimmen Fehler begehen
  • Außenseiter sein
  • Tod einer vertrauten Person


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