Skikompaktkurs 2019

Eine Hommage an Peter Wackel, Lorenz Büffel und Wolle Petry


Wo waren wir in der Nacht von Donnerstag auf Freitag? Waren wir acht, acht Tage wach oder einfach im Skilager? Vom 17.1. bis zum 25.1. traf für einige auserwählte Elftklässler beides zu. Begleitet von den drei erfahrenen Pistenraudis Frau Strech, Herr Rast, und Herr Voß machten wir uns auf ins Bella Italia, auch wenn es schien als wären das einzig wirklich Italienische dort die Siesta und die unendlichen Massen an Nudeln
Als wir vollkommen übermüdet von der Busfahrt am Freitagmorgen in unserer hübschen kleinen Unterkunft ankamen, ging es zwar noch nicht gleich auf unsere Zimmer (diese mussten nämlich von den letzten Besuchern noch gesäubert werden), aber für die Fortgeschrittenen am Nachmittag schon auf die Piste. Die Zurückgebliebenen (also die Anfänger bzw. die Naturtalentgruppe) beschäftigten sich zumeist mit schlafen, schlafen und noch ein bisschen schlafen.
Am Samstag ging es dann aber für Jedermann schiiiiiifoan. Während Frau Strech mit den Fortgeschrittenen hoch oben in den Bergen schon die Pisten unsicher machte, verunsicherten die Skier unten auf dem Anfängerhang unsere Beginner, die ungewollt auch einige Male mit dem Gesicht bremsten. Zum Mittagessen traf man sich dann auf der Berghütte, dort durften dann aufgrund der genialen Kombination zwischen Laminat, Skischuhen und Wasser auch die Fortschritten den Helikopter 117 machen und im vollen Bogen samt Essen auf die Nase fliegen. Gestärkt ging es wieder in den Schnee, für ein paar weitere Schwünge auf den Pisten. Zum Nachmittag haben wir uns dann auf einen Tee (oder ein Fruchtkonzentrat) nochmal auf der Berghütte getroffen. Anschließend ging es auf freiwilliger Basis noch einmal Skifahren, zum Abschluss des Tages folgten wir den Gesängen von Peter Wackel, Lorenz Büffel und Mickie Krause und brausten die Talabfahrt herunter in Richtung Après-Ski. Nun fing der Höhepunkt des Tages an: es ging in den Hexenkessel. Textsicher waren wir schon, deshalb befolgten wir (zumindest der Großteil) auch brav Mickie`s Lebensweisheit: "Finger weg von Sachen ohne Alkohol". Jedoch wurde hier natürlich (wie es sich für einen braven Latinaschüler gehört) nicht übertrieben. Wir tanzten völlig losgelöst wie Major Tom und genossen ein paar eisgekühlte Bommerlunder. Nach dem Après-Ski ging es mit dem Skibus in Richtung Unterkunft. Angekommen und aus den Skischuhen heraus erwartete uns das wohlverdiente und umfangreiche Abendessen. Aber die Après-Ski-Party ging danach gleich weiter, unsere Zimmernachbarn aus anderen Skikursen leistet uns dabei Gesellschaft und gemeinsam ließen wir den Tag ausklingen.
Unser Tagesablauf nach Ingo ohne Flamingo verlief die nächsten Tage ähnlich und ließ uns morgens immer vor sieben Uhr aus dem Bett fallen (Dank gewisser Frühaufsteher auch gerne mal mit dem Goldkehlchen Geier Sturzflug`s ein Stündchen früher.) Die Skifahrkünste unserer Anfänger ließen allerdings große Fortschritte sehen, so dass sich einige auch schon (durch gewisse Inkompetenz und Orientierungsverlust) auf die schwarze Piste verirrten und diese, tatsächlich ohne den Boden zu küssen, runter kamen. Durch diese eigentlich verbotene Handlung hatte unser Mitschüler allerdings große Chancen bei der Verleihung des Pistenteufel- und Pistenschrecktrikots, für den bemühtesten und chaotischsten Skifahrer. Ein ganz bestimmtes Leibchen verlies dabei allerdings nie das Zimmer unserer lieben Jungs…
Am Dienstag hatten unsere Lehrer noch etwas Besonderes vorbereitet. Nach dem Abendessen gingen wir in das gegenüberliegende Hotel um unsere Kegelkünste unter Beweis zu stellen. Dies stellte sich jedoch als schwieriger heraus als erwartet (was natürlich nur an den schiefen Bahnen lag). Gegen Ende hin konnten wir uns dann doch, vermutlich aufgrund der Erfrischung durch die von Herrn Rast ausgegebene Runde (Vielen Dank dafür noch einmal!) einigermaßen beweisen.
Am Mittwoch änderten wir nun unser Skigebiet und begaben uns in neue Höhen. Der Speikboden bot uns neue Herausforderungen und Möglichkeiten unsere Skikünste zu "perfektionieren". In Punkto Mittagessen ändert sich jedoch nur die Nudelart von Spirelli zu Lasagne… Italien halt. Allerdings konnte man hier den Weg von der Essenausgabe zum Tisch auch ohne Angst auf ein inniges Liebesgeständnis gegenüber dem Boden angehen. Am Abend brachte uns diesmal zwar nicht Helene im Hexenkessel zur Atemnot, aber auf jeden Fall die Deutsche Handballmannschaft, welche natürlich nicht der Meinung war das Spiel gegen Spanien mit einem klaren Vorsprung zu beenden, sondern sich dachte, dass ein schönes 31:30 die Nerven der Zuschauer doch nicht allzu belasten würde (Falsch gedacht!).
Am letzten Tag durften wir noch einmal die Pisten bezwingen. Jedoch mussten wir schon etwas früher als die anderen Tage gehen, da wir ja noch unsere Skier abgeben mussten. Mit der letzten Talabfahrt sollte das Skilager allerdings noch nicht beendet sein. Zum krönenden Abschluss ließen wir uns von Wolle Petry und Tim Toupet noch einmal nach Westerland, in die Welt der toten Enten, auf den Süderhof oder zur Gummibärenbande entführen. Eine letzte Party im Hexenkessel stand nämlich noch an. Diesmal hielten uns nicht einmal die außerordentlich bequemen Skischuhe auf, weshalb nun kein Tisch oder Balken vor den Leuten sicher blieb. Nachdem Andreas Gabalier noch einmal durch lautes schiefes Mitgröhlen seiner Hits geehrt wurde und im Bus noch ein letztes Mal erläutert wurde, worum es sich bei einer Allee oder einem Tunnel handelt, fielen alle vollkommen erschöpft in ihre Betten. Und mit derselben Müdigkeit mit der wir vor einer Woche ankamen, reisten wir am Freitagmorgen auch wieder ab und damit bleibt uns nur noch zu sagen:" Vielen Dank an unsere Lehrer für diese unvergessliche Woche und Bella Ciao Italien… Verdammt ich lieb dich.
Dieser Text wurde verfasst von den beiden Lyrikhoffnungen Niklas Müller und David Flucke.

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