Jugendtreffen in Taizé 2018


Eine Teilnahme am Jugendtreffen in Taizé wird regulär im zweijährigen Rythmus angeboten.
Bei besonderem Interesse kann eine Fahrt auch jährlich stattfinden, wenn es die personellen Möglichkeiten zulassen.

"Taizé spirit"
Projektfahrt nach Taizé vom 16.06. bis 24.06.2018

Wie bereits in den letzten Jahren begab sich auch in diesem Jahr eine gemeinsame Reisegruppe der Latina und des Elisabeth Gymnasiums nach Taizé. Die Communauté Taizé ist ein kleines Örtchen in der französischen Region Burgund. Das ist etwa 14 Stunden Busfahrt von Halle entfernt. In diesem Kloster, was von Brüdern aus 27 verschiedenen Nationen bewohnt wird, sollen vor allem junge Leute aus der ganzen Welt sich treffen und sich über den Glauben austauschen.
Einfachheit und Bescheidenheit sowie ein überaus starkes Gemeinschaftsgefühl sind die ersten Dinge, die einem auffallen, sobald man im Kloster ankommt. Sofort nach Ankunft werden wir von dutzenden Jugendlichen umringt. Einige von ihnen werden am Ende der Woche zu unseren Freunden zählen, aber das wissen wir bei der Ankunft natürlich noch nicht.
Bevor wir richtig eine Einweisung bekommen, wie die Woche und das Leben in Taizè ablaufen, gehen wir zum Abendgottesdienst, wo die Wiederauferstehung von Jesus mit Kerzen gefeiert wird. Bei über 500 Leuten wird der Anblick mit den unzähligen Kerzen unvergesslich. In Taizé folgen die Gottesdienste einem festen Muster. Jeden Freitag wird die Kreuzigung gefeiert und über das Wochenende feiert die Gemeinschaft die Wiederauferstehung. Das mag zwar ziemlich monoton klingen, aber in der Realität ist es das Gegenteil. Anstelle langer Predigten, gibt es kurze Lieder, die sich sehr leicht einprägen lassen. Da fängt sogar ein Musikmuffel wie ich an mitzusingen. Jeder Gottesdienst ist anders, weil immer andere Lieder gesungen werden. Den Höhepunkt bilden zehn Minuten, in denen jeder schweigt und in Stille entweder betet oder nachdenkt.
Nachdem wir gegessen haben und unseren Plan für die Woche bekommen. Der Tagesablauf ist sehr einfach gehalten und enthält viel Freizeit, denn neben dem Glauben sollen wir auch mit anderen Jugendlichen ins Gespräch kommen. Dreimal am Tag beten wir: am Morgen, am Mittag und am Abend. Dazu kommen drei Mahlzeiten und 2 Gruppenstunden. In den Gruppen sprechen wir über Bibeltexte, unternehmen Gruppenaktivitäten oder erledigen Putzaktivitäten. Weil Taizé nicht auf Profit aus ist, wird von den Gästen mitzuarbeiten bei zum Beispiel der Essensausgabe, beim Kochen, beim Kochen oder beim Empfang. Zwischendurch gibt es immer wieder ausreichend viel Freizeit, wo man sich mit anderen unterhalten kann oder Zeit alleine verbringen kann. Darüber hinaus gibt es ein Garten der Stille und tausend Möglichkeiten die Umgebung über Wanderweg zu erkunden, sodass man nachdenken kann oder einfach nur die Welt für eine kleine Weile vergisst.
Wenn ich allerdings Fragen oder Zweifel habe, kann ich jederzeit mit einem der Brüder sprechen oder mich einfach einem Menschen anvertrauen und es spielt keine Rolle, ob er Katholik, Evangelist, Orthodoxer, Atheist oder ein Andersgläubiger ist. Was ich entdeckt habe, war, dass die meisten Menschen die gleichen Probleme, Ängste und Gefühle wie ich haben und ihre Vorstellung mir helfen meine eigenen Probleme zu lösen. Ich finde, dass diesen Bund des Vertrauens und der Sicherheit Taizé so besonders macht.
Tag für Tag gibt es Neues zu sehen, neue Erkenntnisse und neue Leute, die man kennenlernt. In Taizé ich habe ein Wort gehört, was dieses unglaubliche Gefühl in Worte fasst: "Taizé spirit".
Zum Schluss möchte ich noch Frau Busse und Herrn Kaden dafür danken, dass sie uns diese Möglichkeit gegeben haben Taizé selbst kennenzulernen und ich hoffe, dass ich auch im nächsten Jahr wieder dabei sein kann.
Arne H.

Zum Seitenanfang
home