Geschichte


Schülerarbeiten
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Geschichtsprojekt
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Krakau/Auschwitz


Besuch des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Klasse 5/2

Am Freitag, dem 21.09.18, machte sich die Klasse 5/2 nach der ersten Stunde auf den Weg von der Latina ins Museum für Vor- und Frühgeschichte in Halle.

Dort haben die Schülerinnen und Schüler Vieles über das Leben in der Jung-, Mittel- und Altsteinzeit erfahren, verschiedene noch erhaltene gegenständliche Quellen inspiziert und Rückschlüsse auf die Lebensweise der damaligen Menschen gezogen.

Verschiedene Werkzeuge und Waffen gaben Hinweise auf Arbeitsprozesse und Gefahren der Menschen, beispielsweise Verletzungen der Knochen durch wilde Tiere.
In einem Workshop konnten die Schüler dann selbst erfahren, wie schwierig es war, beispielsweise Leder nur mit Hilfe von Feuersteinen und gespitzten Knochen so zu bearbeiten, dass schließlich ein Lederbeutel daraus werden sollte. Obgleich viele Schüler nach diversen Anstrengungen recht ansehnliche Beutel hergestellt haben, kann vermutet werden, dass ihnen das Leben im Hier und Jetzt doch weniger anstrengend vorkommt... (Bf)

Besuch des Stadtgottesackers mit der Klasse 5/2


Was ist Geschichte? Diese zentrale Frage steht am Beginn des Geschichtsunterrichts in Klasse 5.

Nachdem die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5/2 diese Frage mit Bravour beantwortet hatten, ging es darum, historische Quellen zu examinieren und auf ihre Relevanz und Aussagekraft zu überprüfen.

Im Rahmen dieser Recherche gingen wir auf den Stadtgottesacker zu Halle, um auf historisch gewachsenem Terrain stichprobenartige Überprüfungen von historischen Gegenständen vorzunehmen. Im Zuge der geschichtskulturellen Kompetenz sollten die Schüler so auf Historizität in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld hingewiesen werden. (Bf)



Bildungsreise Krakau/Auschwitz Jahrgang 11
veranstaltet von der Heinrich-Böll-Stiftung

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellen ihre Belegarbeiten traditionsgemäß
im Rahmen einer Veranstaltungen zum Holocaust-Gedenktag vor.

Auch dieses Jahr fand im Rahmen des Geschichtsunterrichts die Studienfahrt nach Krakau/Auschwitz statt. Dies ist eine Fahrt, die wir gemeinsam mit dem Elisabeth-Gymnasium durchführen und die stets in der letzten Woche vor den Herbstferien stattfindet. Es hat sich in beiden Schulen schon längst eine entsprechende Tradition etabliert, die auch bei den Schülern auf großes Interesse stößt. Möglich gemacht wurde unsere Reise durch die finanzielle Unterstützung der Heinrich-Böll-Stiftung, der Bethe-Stiftung, dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk und der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt.
Es handelt sich hierbei um eine fünftägige Reise nach Polen mit einer Vielzahl von lehrreichen und sehr interessanten Programmpunkten. Darunter fielen ein Rundgang durch die abendliche Altstadt Krakaus, der Besuch der ehemaligen Emaillewarenfabrik von Oskar Schindler und nicht zu vergessen die Führung durch das ehemalige jüdische Viertel "Kazimierz" und dort auch der Besuch einer Synagoge.

Als Programmpunkt bedeutungsvoll und berührend war der Besuch der Konzentrationslager Auschwitz 1 und Auschwitz 2 Birkenau. Vor unserer Fahrt ging es mir so wie vielen meiner Mitschüler. Wir fragten uns, wie wir auf diese Orte, an denen Verbrechen begangen wurden, deren Grausamkeit wir uns auch nur im entferntesten kaum vorstellen konnten, reagieren würden. Es war ganz anders als in den typischen Filmklischees. Bei unserem ersten Besuch vom Stammlager-Auschwitz war das Wetter ausgezeichnet. Strahlender Sonnenschein und überall liefen eifrig Touristengruppen umher. Es schien ein friedlicher schöner Ort zu sein. Erst bei der Führung durch das Lager und den Erläuterungen des Guides begannen wir allmählich das wahre Grauen zu verstehen, das an diesen Ort geherrscht hat. Die seelenlosen Zahlen aus unserem Geschichtsunterricht bekamen Gesichter, auf einmal sahen wir die Menschen hinter ihnen. Wie sie alle ihr eigenes, glückliches, normales Leben lebten, genauso wie wir, bis sie gewaltsam aus eben diesem herausgerissen und in die wortwörtliche Hölle auf Erden gebracht wurden. Wie konnten in diesem bedrückenden, unmenschlichen Umfeld die armen Menschen Hoffnung schöpfen, die ihnen half durchzuhalten? Unsere Herzen wurden schwer. Wir begriffen, dass es damals Menschen waren wie wir, Menschen mit Familien, mit Freunden, mit Plänen für ihre Zukunft und mit Träumen.

Wir können das Geschehene nicht ungeschehen machen, aber wir können dafür sorgen, dass wir und andere sich an sie erinnern. Aus den Abscheulichkeiten der Taten sind von Lehren in dem Sinne zu ziehen, dass die Freiheit immer die Freiheit des Andersdenkenden ist. In Glaube, Religion oder Weltanschauung soll jeder frei sein und darf nicht diskriminiert, oder wie hier weit schlimmer behandelt werden. Der Gedanke an die Konzentrationslager und dem dortigen Geschehen muss zur Einsicht führen, dass es nie wieder zu solchen Verbrechen gegen die Menschheit und die Menschlichkeit kommt, denn:
"Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnert, ist dazu verdammt sie zu wiederholen" -George Santayana-

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