Geographiexkursionen




Energielose Schüler in einem energiereichen Umfeld

Wo kommt unsere Energie eigentlich her?

Auf die Suche nach der Antwort begab sich der Jahrgang 9 am 18. und 19. April 2018 ins sächsische Lippendorf und Schleenhain. Am 18. April trafen sich die 9/2 und 9/4 und tags darauf die 9/1 und 9/3 morgens am Hauptbahnhof, um in das Kraftwerk Lippendorf zu fahren. Zunächst wurden die Schüler in ihre jeweiligen Klassenverbände aufgeteilt. Für uns, die 9/3, hieß das, dass wir zuerst im Kraftwerk verbleiben würden und uns von einem ehemaligen Mitarbeiter erklären lassen würden, was das Kraftwerk antreibt, was verarbeitet wird (nämlich Braunkohle) und allgemeine Fakten zum Betrieb und dem Tagebau in Schleenhain.

Nach einer kleinen Frühstückspause ging es mit Helm und Kopfhörer in die Verwertungsanlagen der Braunkohle, wo wir nacheinander die einzelnen Schritte der Verarbeitung erklärt bekamen. Die Räume in welchen wir uns befanden, waren sehr laut und warm und ehrlich gesagt, kamen wir hier bereits ins Schwitzen.

In 162 Meter Höhe konnten wir die Aussicht über das gesamte Kraftwerk, den Tagebau und die Landschaft drum herum genießen. Allerdings ging es danach bereits zur nächsten Herausforderung, denn die Temperaturen, die im nächsten Raum herrschten, waren über 50°C. Die nächste ersehnte Pause, ließ dann auch nicht mehr lange auf sich warten. Zwar war die Führung sehr spannend, allerdings machte uns die Hitze und die Lautstärke doch etwas zu schaffen.
Anschließend ging es für uns zum Tagebau. Wir stiegen in einen geländetauglichen Bus ein. Nach etwa 15 Minuten kamen wir an der ersten Station des Tagebaus an. Hier erklärte uns der Tourleiter etwas über die Geschichte des Tagebaus und was genau hier passiert. Von dem kleinen Hügel auf dem wir standen, konnte man den ganzen Tagebau überblicken, und in der Ferne sah man sogar noch die Kühltürme des Kraftwerkes. Nachdem wir uns dort alles angeguckt hatten, stiegen wir zurück in den Bus und fuhren in den Tagebau hinein. Neben der provisorischen Straße, auf der wir uns befanden, transportierten die Laufbänder ununterbrochen Braunkohle zum Kraftwerk. Wir waren direkt vor den Maschinen, die die Braunkohle aus der Erde holen und schauten uns deren Arbeit ein wenig genauer an.
Gegen 15:00 Uhr kamen wir alle mit vielen neuen Erfahrungen und, im Gegensatz zum Kraftwerk, ziemlich energielos wieder in Halle an. Es war ein interessanter Tag.